Rasurbrand im Intimbereich: was hilft und wie du ihn vermeidest
Rasurbrand ist eine Reizung der Haut direkt nach der Rasur. Die Stelle ist gerötet, brennt oder juckt. Das hilft: kühlen, ein paar Tage nicht rasieren und die Haut mit einer Pflege ohne Alkohol beruhigen. Im Intimbereich ist die Haut dünner und reagiert empfindlicher. Vorbeugen lässt sich mit Rasiergel, scharfer Klinge, wenig Druck und einem Pflegeöl nach der Rasur.
Du hast dich gerade rasiert, und nach wenigen Minuten brennt die Haut. In der Bikinizone, an den Beinen oder unter den Achseln zeigen sich rote Flecken, und die Haut spannt bei jeder Bewegung.
Was ist Rasurbrand?
Rasurbrand ist eine Reizung der obersten Hautschicht. Bei jeder Rasur trägt die Klinge mit den Haaren auch feine Hautschüppchen ab. Ist die Klinge stumpf oder rasierst du ohne Gel oder Öl, entstehen winzige Verletzungen. Die Haut reagiert darauf innerhalb von Minuten bis Stunden.
Typische Anzeichen sind:
- eine flächige Rötung direkt nach der Rasur
- Brennen oder Stechen, vor allem bei Kontakt mit Wasser oder Kleidung
- Juckreiz und ein Spannungsgefühl
- kleine rote Pünktchen auf der ganzen rasierten Fläche
- trockene, raue Haut in den Tagen danach
Rasurbrand oder Rasierpickel?
Beides tritt oft gemeinsam auf. Rasurbrand zeigt sich kurz nach der Rasur als Rötung auf der ganzen rasierten Fläche. Rasierpickel entstehen meist ein bis zwei Tage später. Das sind kleine Knötchen oder Pusteln an einzelnen Haarwurzeln. Manchmal wächst dort ein frisch rasiertes Haar zurück in die Haut. Was gegen diese Knötchen hilft, liest du im Ratgeber Rasierpickel im Intimbereich.
Warum bekomme ich Rasurbrand?
Rasurbrand entsteht durch Reibung und kleine Verletzungen der Haut. Die häufigsten Auslöser:
- Eine stumpfe Klinge zieht am Haar und schabt über die Haut.
- Ohne Rasiergel oder Rasieröl gleitet die Klinge schlecht. Trocken zu rasieren reizt die Haut am stärksten.
- Viel Druck und mehrere Züge über dieselbe Stelle tragen zu viel Haut ab.
- Rasierst du gegen den Strich, wird die Rasur gründlicher. Dabei beanspruchst du die Haut aber stärker.
- Seife trocknet die Haut aus, und starke Duftstoffe reizen sie.
- Enge Kleidung reibt über die frisch rasierte Haut, und Schweiss reizt sie zusätzlich.
Wechsle die Klinge, sobald sie zieht. Rasiergel und Pflegeöl für die Intimrasur findest du in unserer Routine Glow Below.
Was hilft gegen Rasurbrand?
Ist die Haut schon gerötet, braucht sie vor allem Ruhe. Diese Schritte helfen:
- Lege einige Minuten ein kühles, sauberes Tuch auf die Stelle. Das beruhigt Brennen und Rötung.
- Rasiere die gereizte Haut erst wieder, wenn die Rötung abgeklungen ist.
- Kratze nicht, auch wenn es juckt. Kratzen verletzt die Haut zusätzlich.
- Wasche die Stelle mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschgel. Heisses Wasser und Seife trocknen sie weiter aus.
- Pflege die Haut mit einem Öl oder einer Creme ohne Alkohol. Das versorgt sie mit Feuchtigkeit.
- Trage lockere Kleidung und Unterwäsche aus Baumwolle, bis die Haut sich beruhigt hat.
Aftershave mit Alkohol brennt auf gereizter Haut. Zitronensaft, Essig oder unverdünntes Teebaumöl reizen sie ebenfalls.
Wie lange dauert Rasurbrand?
Leichter Rasurbrand klingt meist nach wenigen Tagen ab, wenn du die Haut in Ruhe lässt. Rasierst du weiter über die gereizte Stelle, hält er länger an.
Was hilft gegen Rasurbrand im Intimbereich?
Im Intimbereich ist die Haut dünner als an den Beinen. Die Haare sind dicker und oft gelockt. Dazu reibt die Unterwäsche, und Wärme und Schweiss stauen sich. Deshalb reagiert die Bikinizone besonders oft mit Rasurbrand.
Rasiere und pflege nur den äusseren Intimbereich, also dort, wo Haare wachsen. Die Schleimhaut bleibt unberührt, auch von Pflegeprodukten.
Nach der Rasur trägst du 2 bis 3 Tropfen Glow Below Oil auf die abgetrocknete Haut auf. Die natürlichen Öle wirken schon beim Auftragen entspannend und beruhigend auf deiner Haut, von 80 % der Testteilnehmer:innen bestätigt.¹ Bei regelmässiger Anwendung nach der Intimrasur bestätigen 75 % der Teilnehmer:innen die Minderung von Rasierpickeln und Rasurbrand.¹
Für die Rasur selbst passt ein Gel, das auf den pH-Wert der äusseren Intimzone abgestimmt ist. Das 2in1 Intimate Wash & Shave Gel reinigt mild und ist gleichzeitig dein Rasiergel. Das leicht schäumende Gel lässt die Rasierklinge butterweich über deine Haut gleiten.
Wie du den Intimbereich im Alltag mild reinigst, liest du im Ratgeber Intimbereich waschen.
Pflege nach der Rasur: was braucht deine Haut?
Direkt nach der Rasur ist die Haut besonders empfindlich. Mit den Haaren hat die Klinge auch einen Teil der obersten Hautschicht abgetragen. Ohne passende Pflege entstehen leichter Rötungen, eingewachsene Haare und Rasierpickel.
Abspülen und kühlen
Spüle Rasiergel oder Rasieröl mit lauwarmem Wasser ab. Brause danach kurz kühl nach, das beruhigt die Haut. Tupfe sie mit einem sauberen Handtuch trocken, ohne zu reiben.
Feuchtigkeit zurückgeben
Frisch rasierte Haut trocknet leichter aus. Pflege sie deshalb direkt nach dem Abtrocknen. Die leichte, aber reichhaltige Öl-Textur des Glow Below Oil zieht schnell ein und weicht nachwachsende Härchen auf, um Juckreiz vorzubeugen. An Beinen und Achseln reicht eine leichte Körperpflege ohne Alkohol.
Milde Produkte wählen
Alkohol, starke Düfte und grobe Peelings reizen frisch rasierte Haut. Peele deshalb vor der Rasur, ein- bis zweimal pro Woche. Direkt nach der Rasur verträgt die Haut kein Peeling.
Gel und Öl für die Intimrasur gibt es zusammen im Glow Below Duo. Das Glow Below Trio ergänzt beide um das Intimate Pre-Shave Peeling als Rasurvorbereitung.
Wie beugst du Rasurbrand vor?
Mit dieser Routine reizt die Rasur die Haut so wenig wie möglich:
- Kürze lange Haare vorher mit einer Schere oder einem Trimmer.
- Dusche einige Minuten warm, damit die Haare weich werden.
- Trage ein Rasiergel oder ein Rasieröl auf. Rasiere nie trocken.
- Rasiere mit scharfer Klinge, wenig Druck und in Wuchsrichtung.
- Spüle die Klinge nach jedem Zug aus und fahre nicht mehrmals über dieselbe Stelle.
- Spüle lauwarm ab, brause kühl nach und pflege die Haut direkt danach.
Gönn der Haut zwischen zwei Rasuren ein bis zwei Tage Pause. Wer sich täglich rasiert, bekommt leichter Rasurbrand. Die ganze Anleitung findest du im Ratgeber Intimrasur.
Was hilft gegen Rasurbrand an Beinen und Achseln?
An Beinen und Achseln entsteht Rasurbrand aus denselben Gründen. Die Haut an den Schienbeinen ist oft trocken, und unter den Achseln reibt die Kleidung. Ein Rasieröl hilft der Klinge beim Gleiten. Beim Body Shaving Oil bilden bereits wenige Tropfen einen schützenden Film zwischen deiner Haut und der Rasierklinge. Es ist speziell für sensible Haut entwickelt und reduziert das Risiko von Hautreizungen und Rasurbrand.
Trage Deo unter den Achseln erst wieder auf, wenn das Brennen nachgelassen hat.
Rasierst du Beine und Intimbereich, passt das Happy Shaving Trio. Es enthält das 2in1 Intimate Wash & Shave Gel, das Body Shaving Oil und das Glow Below Oil. Weitere Pflege für jeden Tag findest du in der Lebensphase Alltag.
Wann solltest du zur Ärztin?
Rasurbrand ist harmlos und klingt meist von selbst ab. Lass die Stelle ärztlich ansehen, wenn:
- die Rötung sich ausbreitet oder ein roter Streifen von der Stelle wegzieht
- sich Eiter sammelt oder ein harter, sehr schmerzhafter Knoten entsteht
- du Fieber bekommst oder dich krank fühlst
- Bläschen, Warzen oder offene, nässende Stellen auftreten
- die Haut nach einer Woche ohne Rasur nicht besser wird
- die Haut nach einem neuen Produkt stark anschwillt oder Quaddeln bildet
Dahinter steckt dann womöglich etwas anderes, zum Beispiel eine bakterielle Entzündung, ein Furunkel oder Herpes. Bei Beschwerden im Intimbereich hilft dir deine Frauenärztin weiter, an Beinen und Achseln deine Hautärztin.
Rasierer mit Wechselklingen und alles für deine Rasur findest du in der Kategorie Rasur.
¹ Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie unter gynäkologischer Kontrolle an 20 Probanden mit einmal täglicher Anwendung des Öls für den Intimbereich über einen Zeitraum von 4 Wochen.
Quellen: Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de: ICD-Code L73.1 Pseudofolliculitis barbae. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de: Furunkel und Karbunkel. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de: Genitalherpes.
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